2008 Malta führt die gemeinsame Währung der EU, den Euro, mit eigenen Münzen ein. (1.1.)
2008 Nach dem auch das Schengener Abkommen in Kraft tritt, fielen auch die Grenzkontrollen weg. (21.12.)
2004 Malta wird mit neun weiteren Staaten Mitglied der Europäischen Union (EU). (1.5.)
1999 Professor Guide de Marco wird zum Staatspräsidenten gewählt
1998 Die Nationalisten gewinnen die vorzeitigen Neuwahlen. Sie erneuern Maltas Antrag auf EU-Mitgliedschaft. Ministerpräsident wird wieder Eddie Fenech-Adami.
1996 Wahlsieg der Labour Party (Sozialisten). Sie hält ihr Wahlversprechen und zieht den Antrag auf EU-Mitgliedschaft zurück.
1990 Malta stellt den formellen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der EU.
1987 Nach 16 Jahren lösen die Nationalisten die Labour Party als Regierungspartei ab. Eddie Fenech-Adami wird neuer Ministerpräsident.
1979 Die letzten britischen Truppen verlassen Malta.
1974 Malta erklärt sich zur Republik.
1971 Der Sozialist Dom Mintoff wird Ministerpräsident (bis 1984). Er will Malta aus der wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeit des Westens (vor allem von Grossbritannien) lösen und in eine blockfreie Zukunft führen. Libyen wird enger Partner.
1964 Malta wird selbständiger Staat im Commonwealth.
1940-43 Im zweiten Weltkrieg wird Malta Ziel der schwersten Luftangriffe Südeuropas. Tausende von Häusern werden zerstört. Über Monate ist die Insel von jedem Nachschub abgeschnitten und erlebt eine furchtbare Hungersnot. Für die heroische Verteidigung verleiht der britische König Malta das «George Cross», das seither die Nationalflagge schmückt.
1934 Maltesisch wird neben Englisch Amtssprache.
1921 Nach den «Sette-Guigno»-Ausschreitungen 1919, wegen Preissteigerungen, gewährt Grossbritannien Malta eine eigene Verfassung und Teilselbstverwaltung.
1914-18 Malta erlangt wichtige Bedeutung für die Britische Flotte und als Lazarettstation.
1869 Mit der Eröffnung des Suezkanals steigt die Bedeutung Maltas als Hafen und Bunkerstation.
1848 Die britische Marine nimmt das erste Trockendock auf Malta in Betrieb.
1827 Malta wird Hauptquartier der britischen Mittelmeerflotte.
1814 Malta wird britische Kronkolonie. Dies löst vor allem in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Aufschwung als Handelshafen und britischer Marinestützpunkt in Malta aus.
1800 Die Engländer kommen auf Bitten der Malteser. Lord Nelson erreicht durch eine Blockade die Kapitulation der Franzosen.
1798 Napoleon erobert Malta und bleibt sechs Tage auf der Insel. Die Johanniter ziehen ab, Klöster und Kirchen werden geplündert.
1775 Das Volk unternimmt einen erfolglosen Aufstand gegen die seit 1530 bestehende Johanniter-Herrschaft.
1676 Die Pest wütet in Valletta und Umgebung und fordert über 10'000 Opfer.
1571 Valletta wird Hauptstadt von Malta.
1566 Baubeginn von Valletta, der Stadt vom Reissbrett. Malta wird zum Bollwerk des Christentums gegen die islamischen Reiche ausgebaut. Im 17. Jahrhundert ist Valletta die stärkste Festung Europas.
1565 Die Türken belagern den neuen Sitz der Ordensritter drei Monate lang vergeblich.
1530 Der Johanniterorden übernimmt Malta und Gozo.
1524 Kaiser Karl V. bietet dem von den Osmanen aus Rhodos vertriebenen Johannitern die Maltesischen Inseln als neues Domizil an.
1412-1530 Malta gehört den spanischen Königen.
1284-1412 Malta gehört dem Thronerben Peter von Aragón.
1268-1284 Malta gehört den französischen Grafen von Anjou, die die letzten Deutschen vertreiben.
1194-1268 Nach dem Aussterben der normannischen Könige übernehmen die deutschen Staufer die Herrschaft.
1090-1194 Die Normannen verjagen die Araber. Die arabische Sprache bleibt und der Islam wird nur langsam wieder durch das Christentum abgelöst.
870-1090 Die Araber erobern Malta und führen Baumwolle, Zitronen und Feigen ein. Sie bringen auch die arabische Sprache und den Islam.
535-870 Der Oströmische Kaiser Justinian lässt Sizilien und Maltesischen Inseln durch seinen Feldherrn Belisar für Byzanz erobern.
476-535 Das Weströmische Reich bricht zusammen. Goten und Vandalen erobern die Inseln.
395-476 Als Folge der Römischen Reichsteilung werden die Maltesischen Inseln zum Römischen Westreich geschlagen, zusammen mit Sizilien, dessen Schicksal sie bis zur Ankunft der Johanniter teilen.
60 nach Christus Der Apostel Paulus erleidet auf dem Weg in die römische Gefangenschaft Schiffbruch vor Malta (St. Paul's Islands). Er bleibt drei Monate auf den Inseln und bekehrt die Bevölkerung zum Christentum.
218 vor Christus Die Römer erobern Malta im Zweiten Punischen Krieg. Malta (Melita) und Gozo (Gaulus) werden Teil des römischen Weltreichs. Die Sprache blieb Phönizisch, das die Grundlage der heutigen Sprache bildet.
600 vor Christus Karthago, ursprünglich eine phönizische Kolonie, übernimmt die Maltesischen Inseln und kontrolliert die Schifffahrt im Westmittelmeer.
1000 vor Christus Phönizische Besiedelung. Das Seevolk aus dem Ostmittelmeerraum benutzt den sicheren Hafen (malet = Zuflucht) als Handelsstützpunkt.
2000 vor Christus (Bronzezeit) Neubesiedelung der Inseln, Karrenspuren werden angelegt. Sie sehen aus wie parallel verlaufende Furchen, sind bis zu 75 cm tief und überspannten einst die ganze Insel. Vermutlich wurden auf diesen Wegen Lastkarren auf steinernen Kufen geschleift.
4500 vor Christus (Kupferzeit) Epoche der Tempelbauer. Auf Malta und Gozo werden aus gewaltigen Steinen geheimnisvolle Bauten errichtet, die überirdisch nachgebauten Höhlenheiligtümern gleichen.
5200 vor Christus (Jungsteinzeit) In der Jungsteinzeit (Neolithikum) wandern die ersten Siedler vermutlich aus Sizilien auf dem Seeweg nach Malta und Gozo ein. |