2008 Mit der Wahl von Eveline Widmer-Schlumpf, als Sprengkandidatin, in den Bundesrat ist die 2003 erneuerte „Zauberformel“ bereits wieder aufgehoben.
2005 Im Rahmen der bilateralen Abkommen mit der EU stimmt das Volk den Abkommen von Schengen und Dublin zu.
2003 Mit der Wahl eines 2. SVP-Bundesrates erhält die „Zauberformel“ eine neue Zusammensetzung: 2 SVP, 2 SP, 2 FDP und 1 CVP.
2002 Bei einer weiteren Volksabstimmung über einen Beitritt zur UNO stimmen 54,6% zu.
2000 Das Schweizer Volk nimmt in einer Volksabstimmung die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU an.
1999 In einem Referendum wird die vom Parlament vorgeschlagene, weitgehend nur formale Modernisierung der aus dem Jahr 1848 stammenden Bundesverfassung angenommen.
1994 In weiteren Volksabstimmungen lehnen die Schweizer eine Teilnahme an UN-Blauhelmaktionen ab und stimmen der 1965 von der UNO verabschiedeten Antirassismus-Konvention zu.
1992 Bei einer Volksabstimmung lehnt die Bevölkerungsmehrheit einen Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ab.
1989 Bundespräsident Delamuraz bekräftigt vor dem europäischen Parlament die Bereitschaft der Schweiz, am Aufbau Europas mitzuwirken.
1986 Bei einem Volksentscheid stimmen 75% der Wähler gegen den UNO-Beitritt der Schweiz (März).
1984 Die FDP-Politikerin Elisabeth Kopp wird erste Bundesrätin.
1979 Der neue Kanton Jura wird als République et Canton du Jura vollwertiges Mitglied der Eidgenossenschaft (1.1.).
1978 Wirtschaftsabkommen mit der UdSSR (12.1.) – In einer eidgenössischen Volksabstimmung (24.9.) entscheidet sich die Mehrheit der Schweizer für die Bildung eines neuen Kantons Jura.
1974-1975 Regionale Abstimmung über die Neugründung eines Kantons Jura.
1972 Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der Europäischen Gemeinschaft (EG).
1971 Einführung des Frauenstimm- und –wahlrechts auf Bundesebene.
1963 Die Schweiz wird 17. Mitglied des Europarates.
1960 Beitritt der Schweiz zur Europäischen Freihandelszone (EFTA).
1950 Die Schweiz wird Mitglied des Europäischen Wirtschaftsrates (OEEC).
1948 Aufnahme der Schweiz in die UNESCO.
1920 Eröffnung der ersten Völkerbundsversammlung in Genf (15.5.). Beitritt der Schweiz zum Völkerbund durch Volksabstimmung (18.5.).
1864 Genfer Konvention: Auf Veranlassung von Henri Dunant (1828-1910) wird in Genf ein internationales Übereinkommen für die Landkriegsführung beschlossen.
(22.8.; Rotes Kreuz)
1848 Annahme der neuen Bundesverfassung in einer Volksabstimmung aus einem Staatenbund wird ein Bundesstaat.
1814-1815 Auf dem Wiener Kongress werden die 19 Kantone um Genf, das Wallis und Neuchâtel vermehrt. – Bundesvertrag der nun 22 souveränen Kantone (August 1815).
1803 Die Mediationsakte, hauptsächlich ein Werk Napoleons, wandelt die Schweiz wieder in einen Staatenbund von 19 gleichberechtigten Kantonen um. Zu den 13 alten Orten kommen als neue hinzu: Aargau, St. Gallen, Graubünden, Tessin, Thurgau und das Waadtland. Genf und Wallis bleiben französisch. Napoleon baut die Simplonstrasse.
1798 Besetzung der gesamten Schweiz durch die Franzosen und Auflösung der alten Eidgenossenschaft, die in die Helvetische Republik umgewandelt wird, einem künstlichen Einheitsstaat nach französischen Vorbild. Genf, der Jura und die ehemals freie Reichstadt Mülhausen (seit 1515 schweizerisch) fallen an Frankreich.
1618 – 1648 Neutralität der Schweiz im Dreissigjährigen Krieg. Im Westfälischen Frieden wird die Schweiz als europäischer Staat anerkannt.
1541 Die Reformation von Jean Calvin war in Genf und der Westschweiz Erfolgreich.
1531 Zweiter Kappeler Krieg. Niederlage und Tod Zwinglis in der Schlacht bei Kappel (11.10) nördlich von Zug gegen die katholischen Urkantone. Im Friedensschluss erhält jeder Ort das Recht, seinen Glauben selbst zu bestimmen.
1523 – 1528 Durchführung der Reformation in Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, Basel, Bern und Graubünden; katholisch bleiben die vier Waldstätte, Zug, Freiburg, Solothurn und Wallis.
1519 Beginn der reformatorischen Tätigkeit von Ulrich Zwingli als Leutpriester am Grossmünster in Zürich.
1517 Als Folge der christlichen Reformation kommt es auf dem Staatsgebiet der Schweiz immer wieder zu glaubenskriegerischen Auseinandersetzungen. Am Ende steht bis heute eine dauerhafte Spaltung der Schweizer, was die Konfession angeht.
1481 – 1513 Fribourg und Solothurn treten der Eidgenossenschaft bei. Basel und Schaffhausen folgen 1501, schliesslich Appenzell 1513. Jetzt nennt sich die Eidgenossenschaft „Bund der dreizehn alten Orte“.
1497/98 Lockerer Anschluss Graubündens an die Eidgenossenschaft.
1474 Friedensschluss mit Österreich, dass den eidgenössischen Besitzstand nun anerkennt.
1394 Österreich verzichtet im „Zwanzigjährigen Frieden“ auf die Oberheit über die Waldstätte, Luzern, Glarus und Zug.
1388 Niederlage der Österreicher bei Näfels im Kanton Glarus.
1386 Sieg der Eidgenossen bei Sempach über Herzog Leopold III. von Österreich.
1332 – 1353 Erweiterung der Eidgenossenschaft durch den Anschluss benachbarter Orte: 1332 Luzern, 1351 Zürich, 1352 Glarus und Zug, 1353 Bern.
1315 Die Urkantone besiegen ein Ritterheer der Habsburger bei Morgarten und bekräftigen ihren Bund in Brunnen.
1291 Nach Rudolfs Tod wird “Der ewige Bund” der Waldstätte Uri, Schwyz und Unterwalden geschlossen, in dem die Eingenossenschaft ihre Grundlage hat.
1264-1291 Graf Rudolf I. von Habsburg (seit 1273 deutscher König) gewinnt Macht über grosse Teile der Schweiz. Straffe Verwaltung durch ortsfremde Beamte (Vögte).
1231 Das Land Uri, als Durchgangsgebiet für den Gotthardverkehr von Bedeutung, erwirbt von Heinrich, dem Sohn Kaiser Friedrichs II., die Reichsunmittelbarkeit welche im Jahre 1240 das Land Schwyz ebenfalls erhält.
1218 Nach dem Tod des letzten Zähringers, Berthold V., fallen deren Besitzungen an die Grafen von Kyburg. Die Städte Bern, Zürich und Solothurn werden reichsfrei.
1098 Graf Berthold von Zähringen erhält die Reichsvogtei Zürich.
500 – 900 nach Christus Alemannen und Burgunder werden um die Wende vom 5. zum 6. Jahrhundert von den Franken unterworfen. Die Schweiz gehört nun zum Frankenreich und unter Karl dem Grossen zum heiligen römischen Reich deutscher Nation. Nach dem Niedergang des Frankenreiches bilden sich aus den Adelsgeschlechten der Zähringer, Habsburger, Kyburger und Savoyer nach Selbständigkeit trachtende Einzelherrschaften.
450 nach Christus Die Alemannen besiedeln den grössten Teil des Landes. Ein Stück im Südwesten kommt unter die Herrschaft der Burgunder. In Graubünden halten sich die Räter. Die Grundlage für den ungewöhnlichen Viersprachenstaat ist gelegt.
100– 200 nach Christus Die Stadt Avenches erlebt eine Blütezeit.Im Jahre 260 n. Christus wird sie von den Alemannen zerstört. Bedeutende Baureste sind bis heute erhalten geblieben.
15 vor Christus Die Unterwerfung Rätiens durch die Römer ist abgeschlossen. Es entstehen grössere römische Siedlungen (v.a. in der Westschweiz).
400-58 vor Christus Die Kelten dringen von Westen kommend in die Schweiz ein. Die keltischen Helvetier werden bei dem Versuch aus der Schweiz nach Südfrankreich auszuwandern im Jahre 58 vor Christus von Julius Cäsar bei Bibracte zurückgeschlagen.
Bis 800 vor Christus In der Bronzezeit und in der Älteren Eisenzeit dehnt sich das Siedlungsgebiet aus; es zeigen sich kulturelle Beziehungen zu den nördlich und östlich benachbarten Gebieten.
Ab ca. 2500 vor Christus (Bronzezeit) Das Alpengebiet , vor allem im Graubünden, ist bis in 2000 m besiedelt. An geschützten Ufern (Zürichsee) sind Pfahlbauten nachweisbar.
Ca. 3000 vor Christus (Jungsteinzeit) Aus der Jungsteinzeit fand man auf Schweizergebiet Spuren der Cortaillod- und der Michelsberger-Kultur, vor einer vermutlich vorindogermanische Bevölkerung, die bereits Ackerbau und Viehzucht kannte. |